Möchten Sie Ihre Chinchillas artgerecht sowie naturnah halten? Erfahren Sie hier alles über die dämmerungsaktiven Hochgebirgsbewohner aus den Anden und ihr faszinierendes Wesen. Wir zeigen Ihnen in diesem kompakten Ratgeber, worauf es bei der Haltung dieser anspruchsvollen Nager wirklich ankommt. Da Chinchillas extrem bewegungsfreudige sowie intelligente Tiere sind, stellen sie ganz spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum und vor allem an ihre sehr karge Ernährung.
Das Chinchilla stammt ursprünglich aus den extrem kargen Hochlagen Südamerikas, weshalb sein gesamter Organismus auf eine sehr nährstoffarme Kost eingestellt ist. Als geschickte Springer besitzen sie kräftige Hinterbeine, die ideal für weite Sätze über Felsen sowie Geröll geeignet sind. Zudem dient ihr buschiger Schwanz als wichtiges Balancierorgan, damit sie selbst in grosser Höhe niemals das Gleichgewicht verlieren. Infolgedessen benötigen sie im Gehege viele Etagen sowie Sitzbretter, weil sie ihren Bewegungsdrang vor allem in der Vertikalen ausleben.
In ihrer Heimat leben Chinchillas in Familienverbänden in Höhlen oder Felsspalten, wobei sie sich tagsüber vor der Sonne schützen. Interessanterweise beginnt ihre Hauptaktivität erst in der Dämmerung, da sie dann auf Nahrungssuche gehen oder ihre sozialen Kontakte pflegen. Obwohl sie im Haus oft neugierig wirken, brauchen sie tagsüber absolute Ruhe, weil Stress ihre Gesundheit massiv beeinträchtigen kann. Laut Experten ist ein tägliches Bad in speziellem Chinchillasand für die Fellpflege unerlässlich, damit das extrem dichte Fell gesund bleibt. Der Sand-Name wurde sogar eigens spezifisch daher benannt.
Ein entscheidender Punkt bei jeder Info zu Chinchillas ist ihr tief verwurzeltes Sozialverhalten. Chinchillas sind hochsoziale Kolonietiere und dürfen daher niemals allein gehalten werden, da soziale Isolation zu schweren Verhaltensstörungen führt. In der Natur kuscheln sie eng zusammen, weshalb mindestens ein Partner für ihr psychisches Wohlbefinden zwingend notwendig ist. Sowie die Tiere eine stabile Gruppe bilden, zeigen sie ihr volles Spektrum an Lautäusserungen sowie gegenseitiger Fellpflege.
Die Verdauung der Chinchillas ist auf eine extrem rohfaserreiche Nahrung spezialisiert, weshalb falsches Futter schnell lebensgefährlich werden kann.
Chinchillas sind faszinierende Beobachtungstiere, die einen ganz eigenen Lebensrhythmus besitzen, da sie im Gegensatz zu tagaktiven Nagern primär dämmerungs- sowie nachtaktiv sind. Obwohl sie tagsüber oft friedlich in ihren Häuschen schlummern, zeigen sie in den Abendstunden ihre volle Energie und ihren enormen Bewegungsdrang. Dennoch sollte die Standortwahl des Geheges gut überdacht werden, weil Chinchillas durch ihr leidenschaftliches Nagen an Holzetagen sowie ihre lautlosen, aber flinken Sprünge nachts durchaus Geräusche verursachen können. Infolgedessen ist ein ruhiger Platz ideal, an dem die Tiere ihren Rhythmus voll ausleben können, damit sowohl die Halter als auch die flinken Hochlandbewohner entspannt durch den Tag kommen.
Ein wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die enorme Sensibilität dieser Tiere, weshalb sie laut Experten von DieBrain.de keine typischen Schmusetiere für Kinder sind. Da sie ein sehr feines Gehör besitzen, reagieren sie auf laute Geräusche oder hektische Bewegungen mit grossem Stress. Zudem ist ihr Skelett sehr zerbrechlich, weshalb ein zu fester Griff lebensgefährlich sein kann. Sowie man jedoch ihre Distanz respektiert, wird man mit spannenden Beobachtungen belohnt, weil ihr Sozialspiel in der Gruppe einfach einzigartig ist.
Der richtige Untergrund: Sauberkeit und Trittsicherheit für Springer
Im Gegensatz zu anderen Nagern bauen Chinchillas keine komplexen Gängesysteme unter der Erde, weshalb eine tiefe Einstreuschicht zum Tunnelbau bei ihnen nicht notwendig ist. Da sie jedoch sehr flink springen, benötigen sie einen trittsicheren Untergrund, der Urin gut aufsaugt und gleichzeitig staubarm ist. Zudem eignen sich grobflockige, weiche Holzspan-Einstreuarten wie «Pfeifer» oder «Allspan» hervorragend als Basis, da sie die Feuchtigkeit im Gehege optimal binden. Obwohl sie nicht graben, lieben sie es, wenn die Einstreu weich gepolstert ist, damit ihre empfindlichen Pfotenballen geschont werden.
Um das Gehege authentisch zu gestalten, setzen wir auf viele Holzetagen sowie Natursteinplatten. Dadurch ahmen Sie die felsige Struktur ihrer Heimat in den Anden perfekt nach, was den Chinchillas beim Springen den nötigen Halt bietet. Zudem können Sie auf den Etagen unsere Schieferplatten platzieren, da diese für eine natürliche Abnutzung der Krallen sorgen und im Sommer kühlend wirken. Infolgedessen wird das Gehege zu einem vertikalen Abenteuerspielplatz, weshalb Ihre Schützlinge beim Klettern optimal ausgelastet bleiben.
Da Chinchillas sehr effiziente Verwerter sind, produzieren sie im Vergleich zu anderen Kleinsäugern eher wenig Urin, weshalb dieser oft geruchlos antrocknet. Viele Tiere nutzen feste Pinkelecken auf den Holzetagen oder bevorzugen eine bestimmte Ecke in der Einstreu. Daher reicht es völlig aus, nur diese betroffenen Stellen bei Bedarf punktuell zu reinigen.
Falls eine gründlichere Reinigung nötig ist, sollten die Mittel keinesfalls ätzend oder stark parfümiert sein, dennoch müssen sie Urinstein effektiv lösen können. Da die Atemwege der Chinchillas sehr sensibel reagieren, empfiehlt sich unser bewährtes Pinol, welches Sie direkt in unserem Shop finden. Schliesslich sorgt eine sanfte, punktuelle Reinigung dafür, dass die Gruppe ihren vertrauten Nestgeruch behält, sodass die soziale Harmonie gewahrt bleibt und der Stress für Ihre Tiere minimiert wird.
Auch Chinchillas legen in ihrer bergigen Heimat Chile jede Nacht enorme Strecken zurück, weshalb unsere flinken Heimbewohner diesen ausgeprägten Bewegungsdrang ein Leben lang beibehalten. Da diese Tiere eine stolze Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren erreichen können, ist ein absolut rückenfreundliches Laufrad für die langfristige Gesundheit unerlässlich. Ein geeignetes Rad bietet den Tieren eine wichtige Auslastung und hält sie bis ins hohe Alter fit, damit sie geistig sowie körperlich nicht verkümmern. Jedoch sollte das Laufrad einen Mindestdurchmesser von 40 bis 50 cm besitzen, weil nur so die Wirbelsäule beim Rennen gerade bleibt und Spätfolgen an den Gelenken vermieden werden.
Als Bewohner karger Hochlagen pflegen Chinchillas ihr Fell ausschliesslich durch ein tägliches Bad in feinem Sand. Ein Sandbad mit speziellem Chinchillasand (Attapulgus oder Sephiolith) ist deshalb für die tägliche Hygiene sowie den Stressabbau absolut unverzichtbar. Ebenso wichtig für die Gesundheit ist das tägliche Sandbad, weil Chinchillas eine unglaubliche Dichte von bis zu 60 Haaren pro Wurzel besitzen. Da dieses extrem feine Fell Feuchtigkeit und Fett wie ein Schwamm aufsaugt, ist spezieller Chinchillasand (Attapulgus oder Sephiolith) zur Reinigung Überlebenswichtig.
Durch das Sand baden bleibt die schützende Isolationsschicht des Fells erhalten, macht es flauschig und isoliert den Körper optimal gegen Kälte sowie Hitze, sodass Ihre chilenischen Hochlandbewohner vor Hautproblemen sowie Pilzinfektionen geschützt bleiben. Da Chinchillas diese spezielle Fellstruktur besitzen, würde Feuchtigkeit oder Fett das Fell sofort verkleben und es könnte zu einer Lungenentzündung führen, da die kleinen Anden-Flitzer schnell frieren. Daher ist es absolut wichtig, dass Chinchillas niemals nass werden dürfen. Wir empfehlen, den Sand in stabilen Glas- oder Keramikgefässen anzubieten.
Chinchillas sollten aufgrund ihres extrem dichten Fells, das Feuchtigkeit nur langsam wieder abgibt, Wasser über eine Tränke statt einer Schale aufnehmen. Dies verhindert effektiv, dass die Tiere nass werden könnten.
Chinchillas besitzen Zähne, die ein Leben lang kontinuierlich nachwachsen, weshalb ein ausgiebiger Nagetrieb für diese Tiere keine blosse Beschäftigung, sondern eine biologische Notwendigkeit zur Zahnpflege darstellt. Da die Backen- und Schneidezähne pro Monat mehrere Millimeter wachsen können, dient das Zernagen von harten Materialien dem lebenswichtigen Abrieb. Daher sollten Sie Ihren Schützlingen stets genügend geeignetes Nagematerial im Gehege zur Verfügung stellen, damit gefährliche Zahnfehlstellungen oder Entzündungen der Kieferknochen gar nicht erst entstehen können.
Wir, sowie erfahrene Halter mit Herz, empfehlen für diesen Zweck primär frische oder getrocknete Zweige von ungespritzten Obstbäumen, Haselnusssträuchern oder Weiden. Zusätzlich eignen sich Korkröhren, Rebholz sowie nicht harzende Holzstücke hervorragend zum Schreddern, wobei das Hauptaugenmerk stets auf unbehandelten Naturstoffen liegen muss. Da Chinchillas extrem kräftige Kiefer besitzen, verwandeln sie selbst hartes Holz innerhalb kurzer Zeit in kleine Späne. Dadurch bauen die Tiere nicht nur ihre Zahnsubstanz kontrolliert ab, sondern beschäftigen sich stundenlang mit der Umgestaltung ihres Reviers, was ihrem natürlichen Verhalten in den Anden entspricht.
Neben der rein mechanischen Zahnpflege erfüllt das Nagen auch eine wichtige psychische Funktion für Ihre flauschigen Hochlandbewohner. Infolgedessen dient das Bearbeiten von Gegenständen dem massiven Stressabbau und beugt Langeweile im Gehege effektiv vor. Obwohl Chinchillas sehr aktiv beim Springen und Klettern sind, verbringen sie einen Grossteil ihrer Wachphase mit dem Zerkleinern von dicken Ästen oder Wurzeln. Schliesslich fördert diese natürliche Beschäftigung die Vitalität, sodass Ihre Tiere geistig sowie körperlich voll ausgelastet bleiben und weniger dazu neigen, das Inventar oder Gitterstäbe zu bearbeiten.
Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass keine harzenden Hölzer (Nadelhölzer mit viel Harzfluss) oder chemisch behandelte Materialien verwendet werden. Auch unbedingt auf jegliche Einrichtung und Nagematerial mit Nägel verzichten, da diese beim freilegen durch nagen, schlimme Verletzungen an Backen und Mund nach sich ziehen können.
Deshalb setzen wir bei unseren Produkten in der Wiesenbackstube ausschliesslich auf naturbelassene Rohstoffe direkt aus der Schweiz. Somit können Sie sicher sein, dass Ihre Tiere völlig gefahrlos an ihren Ästen knabbern dürfen, damit die soziale Harmonie und die Gesundheit der Gruppe gewahrt bleiben.
Diabetes – Die Süsse Gefahr…
Hinter diesen flauschigen Ohren und dem unschuldigen Blick verbirgt sich ein wahrer Überlebenskünstler der Anden, der in Sachen Ernährung keinen Kompromiss kennt. Während wir Menschen bei Zucker schwach werden, ist er für dein Chinchilla eine verbotene Versuchung, da ihr Stoffwechsel gnadenlos auf karge Kost programmiert ist. Sodass schon kleine Sünden die gefürchtete Diabetes-Falle zuschnappen lassen können – ein echtes Drama.
Nur das Beste ist gut genug für die flauschigen Hoheiten. Dabei bildet hochwertiges, duftendes Heu das unerschütterliche Fundament ihrer Gesundheit, während erlesene Blättermischungen und getrocknete Kräuter für die nötige Abwechslung und wichtige Mineralien sorgen. Indem man auf künstliche Zusätze und Getreide verzichtet, schenkt man seinem Liebling zudem ein Leben voller Vitalität. Unsere hauseigene Mischung Höhlengold wurde ursprünglich für Chinchillas und Degus kreiert, damit auch diese anspruchsvollen Gourmets ohne Reue geniessen können.
Somit wird jede Mahlzeit zu einer Liebeserklärung an die Natur – ganz ohne Reue, aber mit ganz viel Abwechslung!
Noch mehr spannende Fakten über die süssen Flitzer finden Sie hier: http://www.diebrain.de/re-index.html
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