Unter all den verschiedenen Hamsterarten unterscheiden wir primär nach ihrer Grösse. Während der freilebende Feldhamster als grösster Vertreter gilt, verstehen wir unter den Mittelhamstern den syrischen Goldhamster. Zudem ist dieser durch die Unterrasse mit langen Haaren auch als Teddyhamster sehr bekannt. Schliesslich gibt es noch viele Zwerghamsterarten als die Kleinsten in der grossen Familie der «Wühler».
Den syrischen Goldhamster gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Farben und mit unterschiedlichsten Fellstrukturen. Infolgedessen brachten gezielte Züchtungen eine beeindruckende Vielfalt hervor. Die natürliche Heimat dieser Tiere liegt jedoch in Syrien. Genauer gesagt fühlt sich der Goldhamster in den nördlichen Hochebenen besonders wohl. Da er zur Familie der Wühler gehört, besitzt er sehr starke Vorderbeinchen. Seine Hinterbeine sind hingegen eher schwach ausgeprägt. Deshalb zählen diese Tiere nicht zu den geschickten Kletterern.
In der Natur lebt der Goldhamster auf dem freien Feld. Sein Hamsterbau liegt dabei circa 40 bis 90 cm unter der Erde. Zuerst gräbt das Tier ein System aus mehreren Kammern und Gängen. Danach entstehen oft Gänge, die im «Nichts» enden. Sicherlich dient dies den Tieren als geschickte Täuschung gegenüber Fressfeinden wie Schlangen.
Da der Gold-und Teddyhamster ein leidenschaftlicher Gräber ist, benötigt er im Gehege eine tiefe Einstreu. Gleichzeitig sollten Sie auf hohe Fallhöhen verzichten, da er seine Kletterfähigkeiten oft überschätzt. Verstecke, Häuschen und naturnahe Produkte wie Korkröhren, Schilf und Blumen ermöglicht Ihrem Schützling ein artgerechtes und sicheres Leben in seiner gewohnten Struktur.
Gold-und Teddyhamster sind, wie alle Hamster, reine Beobachtungstiere. Zudem werden sie meist erst spätabends oder nachts aktiv. Deshalb sollten sie niemals im Schlafzimmer stehen, da sie nachts durchaus ziemlich laut werden können.
Sicherlich bedeutet es für den Hamster puren Stress, wenn Sie ihn am Tag wecken. Infolgedessen beissen die Tiere in solchen Situationen oft zu. Ausserdem verkürzen solche Störungen die wichtige Ruhephase und somit die Lebenszeit Ihres Hamsters massiv.
Mit viel Geduld kann man diese niedlichen Tiere aber durchaus an die Hand gewöhnen, oder an en Hamster-Taxi (Behälter) um sicher in den Auslauf zu gelangen.
Gleichzeitig zählen Goldhamster zu den sehr bewegungsfreudigen Tieren. Freilebende Hamster legen jede Nacht mehrere Kilometer auf der Futtersuche zurück. Dabei bauen sie unterirdische Nistkammern, welche sie mit langen Gängen verbinden. Somit unterscheiden sich unsere Goldhamster in ihren Bewegungsabläufen und ihrem Drang nach Aktivität nicht von ihren wildlebenden Verwandten.
Das Gehege sollte ein absolutes Mindestmass von 120 x 50 cm Grundfläche und 50 cm Höhe niemals unterschreiten. Zudem sind Goldhamster reine Bodenbewohner. Infolgedessen können sie Höhen nicht gut einschätzen. Sie lassen sich oft aus grosser Höhe einfach hinunterpurzeln, was für die Tiere äusserst gefährlich ist. Deshalb ist eine Grundfläche von mindestens 0,6 qm für die Sicherheit essenziell. Zusätzlich ergänzen Etagen die Grundfläche nicht, da Hamster eben Bodenbewohner sind. Dennoch bieten solche Ebenen Ihren Schützlingen mehr Spielraum im Alltag.
Somit gilt die Regel, je grösser das Gehege ist, desto glücklicher lebt das Tierchen. Deshalb empfehlen wir Ihnen grundsätzlich ein Glasterrarium ab 1,20 m mit einer passenden Lochgitterabdeckung für die Belüftung.
Glas lässt sich hervorragend und absolut problemlos reinigen. Dagegen eignen sich Holzterrarien aus hygienischer Sicht nur bedingt für die Haltung. Schliesslich markieren Hamster sehr gerne ihr Revier und nagen das Material an. Zudem zieht Urin schnell in das Holz ein. Infolgedessen entstehen mit der Zeit unangenehme Gerüche im Gehege.
Perfekte Einstreu und artgerechte Hygiene im Hamsterheim
Da Goldhamster leidenschaftlich gerne wühlen und unterirdische Gänge anlegen, sollten Sie eine Einstreutiefe von 25–30 cm niemals unterschreiten. Zwar buddelt nicht jeder Goldhamster gleich gerne, jedoch machen viele Tiere das richtig ausdauernd und ausgiebig.
Damit die Gänge wirklich sicher halten, sollten Sie die Einstreu beim Einfüllen Schicht für Schicht stark andrücken. Zusätzlich bauen Sie bitte unbedingt Stützstelzen für schwere Gegenstände von Beginn an ein. Infolgedessen verhindern Sie, dass schwere Einrichtungsteile auf den Hamster sacken, wenn dieser darunter gräbt.
Faustregel für die Einfüllmenge: Für ein Terrarium von 120 cm x 50 cm benötigen Sie circa 300 bis 350 Liter Einstreu.
Entgegen veralteter Annahmen reinigen Sie beim Hamster nur die Stellen, die wirklich «verpinkelt» sind. Da Hamster eher karge, trockene Kost geniessen und wenig trinken, sammelt sich kaum Urin an. Oftmals vertrocknet dieser sogar ohne jegliche Geruchsbildung. Einige Tiere urinieren beim Laufen direkt ins Laufrad, andere über ihr Futter oder nutzen eine feste Pinkelecke. Deshalb entfernen Sie diese Einstreu nur bei Bedarf und ersetzen sie mit ein wenig frischem Material.
Die richtige Reinigung:
Verwenden Sie für die Pflege niemals ätzende Reinigungsmittel. Stattdessen wählen Sie Produkte, die Urin lösen und für Hamster sicher sind. Hierzu empfiehlt sich unser Pinol Reinigungsmittel, welches Sie direkt bei uns im Shop erhalten. 🇨🇭
Bewegung und Wellness: Das Laufrad und das Sandbad
In der freien Natur legen viele Goldhamster jede Nacht mehrere Kilometer auf der Suche nach Futter zurück. Deshalb besitzen auch unsere domestizierten Heimtiere noch immer diesen Urinstinkt und einen grossen Bewegungsdrang. Die oft zitierte «Laufradsucht» gehört übrigens ins Land der Ammenmärchen. Im Gegenteil: Das Laufrad bietet Ihrem Tier wichtige Bewegung, hält es fit und lässt es geistig nicht verkümmern.
Die richtige Grösse für Marathon-Spurts
Wir empfehlen für diese nächtlichen Sprints eine Lauffläche von mindestens 30 cm Durchmesser. Zudem bietet sich bei besonders grossen Goldhamstern sogar ein 33 cm Rad an.
Viele Goldhamster geniessen es, ausgiebig im Sand zu «baden». Deshalb ist ein Sandbad mit dem geeigneten Acapulcosand (Chinchilla-Badesand) für die Fellpflege unverzichtbar. Hierzu empfehlen wir Ihnen Behälter aus Porzellan, Glas oder unser Sandbad DeLuxe. Da die Tiere gerne in den Sand pinkeln, muss man den Sand immer wieder aussieben. Bitte achten Sie auch hier auf feste Stützstelzen!
Sicherheit beim Sand:
Verwenden Sie niemals Bausand oder Spielzeugsand für Ihre Lieblinge. Schliesslich enthalten diese oft scharfkantige Teile, welche den feinen Fellnasen kleine Verletzungen (an Füsschen) zufügen können. Zusätzlich bietet ein Badeglas mit Blüten, Korkschrot oder Maisspindelgranulat eine tolle Abwechslung. Somit schaffen Sie einen spannenden Erlebnisraum für Ihre Tiere.
Ernährung und Wasserversorgung im Hamsterheim
Auch wenn die kleinen Flitzer eher wenig trinken, sollten Sie dennoch stets ein kleines Wasserschälchen oder eine Trinkflasche anbieten. Wichtig hierbei: Wählen Sie das Schälchen nicht zu gross, damit Ihr Tier nicht versehentlich hineinplumst. Zudem muss das Wasser immer sauber sowie frei von Einstreu oder Kot sein. Deshalb kontrollieren Sie die Wasserstelle am besten täglich.
Unser Hauptfutter Wiesengold Goldhamster enthält alles, was ein Goldhamster für den täglichen Verzehr benötigt. Dabei spielt die Unterart keine Rolle. Bitte verstreuen Sie das Futter an mehreren Orten im Gehege, statt Schälchen zu nutzen. Infolgedessen animieren Sie den natürlichen Such- und Sammeltrieb Ihres Tieres. Somit bieten Sie Ihrem Schützling eine wichtige Aufgabe zur täglichen Beschäftigung.
Erlebnisfutter und gesunde Leckereien
Zusätzliches Erlebnisfutter wie Flachs, Maiskolben oder Buchweizen vermittelt den Tieren das Gefühl einer naturnahen Futtersuche. Gleichzeitig dient diese Art der Nahrung als idealer Ausgleich für Kopf und Körper. Zusätzlich bereiten kleine gebackene Leckereien oder frische Halme vom Feld viel Freude. Schliesslich ist es eine wunderbare Art, den Tierchen beim aktiven Ernten zuzuschauen.
Frisches Gemüse sowie Früchte können Sie in fingernagelgrosse Stücke schneiden und regelmässig anbieten. Dadurch verdorren die Reste schneller, anstatt im Gehege zu schimmeln. Jedoch sollte die Frischfutter-Gabe stetig gleichmässig erfolgen, um das Verdauungssystem daran zu gewöhnen. Das bedeutet: Bieten Sie mindestens alle zwei Tage abwechselnd Sprossen, Salat, Gemüse oder Früchte an.
Goldhamster neigen im Vergleich zu Zwerghamstern weniger schnell zu Übergewicht. Deshalb darf hier und da auch einmal ein Leckerli mehr in den Backentaschen verschwinden. Wir hoffen, dass Ihr kleines Familienmitglied mit diesen Tipps lange gesund bleibt. Infolgedessen steht einer glücklichen gemeinsamen Zeit nichts mehr im Wege! 🐹✨
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