Möchten Sie Ihre Rennmäuse artgerecht & naturnah halten? Erfahren Sie hier alles über die quirligen Wüstenbewohner und ihr faszinierendes Wesen. ✨🐭
? Wir zeigen Ihnen in unserem kompakten Ratgeber, worauf es bei der artgerechten Haltung dieser faszinierenden Steppenbewohner wirklich ankommt. Mongolische Rennmäuse sind äusserst aktive und soziale Tiere, die ganz spezifische Bedürfnisse an ihren Lebensraum und ihre Ernährung stellen.
Die mongolische Rennmaus stammt ursprünglich aus den kargen Steppen Zentralasiens. Als typische Vertreter der Wühler besitzen sie sehr starke Vorderbeinchen, die ideal zum Graben tiefer Tunnelsysteme geeignet sind. Zudem nutzen sie ihre kräftigen Hinterläufe für weite Sprünge und blitzschnelle Sprints. Ihr langer, behaarter Schwanz dient dabei als wichtiges Balancierorgan, wenn sie auf Steinen oder Wurzeln klettern. Infolgedessen benötigen sie im Gehege eine abwechslungsreiche Struktur, um ihren Bewegungsdrang auszuleben.
In der freien Natur leben Rennmäuse in weitverzweigten Gangsystemen unter der Erde. Ein solcher Bau liegt oft 40 bis 90 cm tief und besteht aus mehreren Kammern für Vorräte sowie gut gepolsterten Nestern. Interessanterweise legen sie oft Gänge an, die scheinbar im „Nichts“ enden. Diese dienen als lebensnotwendige Täuschung gegenüber Fressfeinden wie Schlangen oder Greifvögeln. Da Rennmäuse auch in Heimtierhaltung extrem grabfreudig sind, empfiehlt der Schweizer Tierschutz (STS) https://tierschutz.com/ eine Einstreutiefe von mindestens 40 cm.
Ein entscheidender Punkt bei jeder Info zu Rennmäuse ist ihr ausgeprägtes Sozialverhalten. Rennmäuse sind hochsoziale Gruppentiere und dürfen daher niemals allein gehalten werden. In der Natur leben sie in festen Familienverbänden. Für die Heimtierhaltung hat sich laut dieBrain.de die Haltung von gleichgeschlechtlichen Duos (2 Tiere) am besten bewährt http://www.diebrain.de/re-index.html. Schliesslich führt ein stabiles Partnergefüge dazu, dass die Tiere weniger Stress empfinden und ihr natürliches Verhalten voll ausleben können.
Üblicherweise zeigen Rennmäuse über den Tag und die Nacht verteilt mehrere Aktivitätsphasen. Während sie zwischendurch in ihrem Nest ruhen und von ihren Vorräten naschen, sieht man sie oft auch am Nachmittag beim Nagen und Buddeln. Da ihre natürliche Heimat sehr karg ist, erweist sich das Futter von Nager’s Wiesenbackstube als ideal, weil wir konsequent auf naturnahe Zutaten setzen. Somit unterstützen wir eine gesunde Verdauung und beugen Übergewicht vor, damit Ihre flinken Freunde lange vital bleiben.
Rennmäuse sind faszinierende Beobachtungstiere, die einen ganz eigenen Lebensrhythmus besitzen. Im Gegensatz zu rein nachtaktiven Nagern zeigen sie über den gesamten Tag und die Nacht verteilt mehrere Wachphasen. Dennoch sollte die Gehege-Standortwahl gut überdacht werden, da Rennmäuse nachts durchaus ziemlich laut werden können.
Das Gehege: Mindestmasse für viel Bewegung?
Eine artgerechte Haltung beginnt bei der Wahl der richtigen Behausung. Das Gehege sollte für eine Zweiergruppe ein absolutes Mindestmass von 100 x 50 cm Grundfläche nicht unterschreiten.
Bei der Gestaltung des Terrariums sollten Sie unbedingt darauf achten, nicht mehr als zwei Etagen einzufügen. Infolgedessen bleibt die Rangordnung innerhalb der Gruppe stabiler, da zu viele Ebenen oft zu Unruhen führen können.
Wichtiger Züchter Tipp: Warum keine Verbindungs-Gehege empfohlen werden!
Ein Verbindungs-Gehege oder gar eine Abtrennung im Gehege bewegt die Rennmäuse dazu, jeweils einen eigenen Schlafplatz anzulegen. Da dies aber das soziale Gefüge schwächt und zu ernsthaften Streitigkeiten führen kann, ist weniger in diesem Fall deutlich mehr.
Deshalb empfehlen wir eine übersichtliche Struktur, welche die Gruppe dazu motiviert, zusammen im grossen Hauptnest zu schlafen. Schliesslich festigt das gemeinsame Kuscheln und Putzen den Zusammenhalt und sorgt für ein harmonisches Miteinander Ihrer flinken Bewohner.
Kletterverhalten und Sturzgefahr bei Rennmäusen?
Obwohl Rennmäuse flink sind, können sie Höhen oft nicht gut einschätzen. Dabei lassen sie sich teilweise aus grosser Höhe einfach herunterfallen, was zu gefährlichen Verletzungen führen kann. Deshalb ist eine strukturierte Einrichtung wichtig. Zusätzliche Etagen ergänzen die Grundfläche zwar nicht direkt, aber sie bieten den Tieren wertvollen Spielraum und Platz für schwere Gegenstände wie Sandbäder oder Futternäpfe. Achten Sie bei der Wahl der Verstecke und Häuschen bitte darauf, dass diese stets über mindestens einen Eingang sowie einen zusätzlichen Fluchtweg verfügen, damit die Tiere in Engpässen niemals in Bedrängnis geraten können.
Die Wahl des richtigen Materials:
Wir empfehlen grundsätzlich Glasterrarien ab 1,20 m Länge mit einer stabilen Lochgitterabdeckung für die optimale Belüftung. Da Glasoberflächen glatt sind, lassen sie sich hervorragend und hygienisch reinigen. Dagegen sind Holzterrarien aus hygienischer Sicht nur bedingt geeignet. Rennmäuse markieren ihr Revier gerne und nagen leidenschaftlich an Kanten. Zudem zieht Urin schnell ins Holz ein, was mit der Zeit zu unangenehmen Gerüchen führen kan
Empfehlungen für ein stabiles Gängesystem:
Als erste Wahl für ein stabiles Gängesystem empfehlen wir ganz klar die Cosy-Flocken. Diese sind besonders staubarm und bieten den gegrabenen Tunneln einen hervorragenden Halt. Zudem eignen sich grobflockige, weiche Holzspan-Einstreuarten wie «Pfeifer» oder «Allspan» sehr gut als Ergänzung. Damit die Gänge wirklich stabil bleiben, sollte die Einstreu beim Einfüllen Schicht für Schicht stark angedrückt werden. Deshalb ist es wichtig, Stützstelzen für schwere Gegenstände wie Sandbäder bereits von Beginn an fest einzubauen.
Den Naturboden simulieren: Wurzeln und Strukturen:
Um das Gehege noch authentischer zu gestalten,können Sie zwischen die einzelnen Einstreuschichten feine Ästchen, Stroh und Heu einarbeiten. Dadurch ahmen Sie die natürliche Struktur des Bodens mit seinen verwinkelten Wurzeln und Stielen perfekt nach, was den Degus beim
Tunnelbau zusätzlichen Halt bietet. Zudem animiert diese abwechslungsreiche Schichtung die Tiere zum verstärkten Nagen und Entdecken, da sie sich wie in ihren heimischen Anden-Bauten
durch verschiedene Materialien graben müssen. Infolgedessen wird das Gehege zu einem echten Abenteuerspielplatz, weshalb Ihre Schützlinge geistig und körperlich optimal ausgelastet bleiben.
Deshalb ist es besonders wichtig und zwingend notwendig, Stützstelzen für schwere Gegenstände wie Sandbäder oder Steinetagen fest einzubauen, damit Ihre Schützlinge beim Untergraben nicht in Gefahr geraten.
Faustregel für die optimale Einfüllmenge:
Für ein Terrarium mit den Massen 120 cm x 50 cm benötigen Sie eine Menge von etwa 300 bis 350 Litern Einstreu. Obwohl dies nach einer grossen Menge klingt, sackt das Material durch das Andrücken und das spätere Gängesystem noch deutlich zusammen. Somit stellen Sie sicher, dass Ihre Tiere genügend Volumen für ihr unterirdisches Labyrinth zur Verfügung haben. Daher lohnt es sich, beim Einrichten nicht an der Streu zu sparen, denn sie benötigen zwingend ein Gehege, das tiefes Buddeln und ausgiebiges Sandbaden erlaubt.
Reinigung und Hygiene im Gehege:
Entgegen der veralteten Annahme, Rennmäuse müssten regelmässig komplett „gemistet“ werden, reinigt man im Idealfall nur die Stellen, die wirklich verschmutzt sind. Da Rennmäuse eine karge Kost geniessen und sehr wenig trinken, produzieren sie kaum Urin. Infolgedessen vertrocknet dieser oft ohne jegliche Geruchsbildung. Einige Tiere urinieren beim Laufen direkt ins Laufrad, während andere feste Pinkelecken bevorzugen. Daher reicht es völlig aus, nur diese betroffenen Stellen bei Bedarf zu entfernen.
Geeignete Reinigungsmittel für Nager:
Falls eine Reinigung nötig ist, sollten die Mittel keinesfalls ätzend sein. Dennoch müssen sie in der Lage sein, Urinstein effektiv zu lösen, ohne die empfindlichen Atemwege der Rennmäuse zu reizen. Hier empfiehlt sich unser bewährtes Pinol, welches Sie direkt in unserem Shop erwerben können. Schliesslich sorgt eine punktuelle Reinigung dafür, dass die wichtigen Duftmarkierungen der Gruppe erhalten bleiben, was den Stress für Ihre Tiere minimiert.
Der natürliche Bewegungsdrang und das Laufrad:
Rennmäuse legen in der freien Natur jede Nacht mehrere Kilometer bei der Futtersuche zurück. Deshalb besitzen auch unsere domestizierten Heimtiere noch immer diesen Urinstinkt und einen entsprechend grossen Bewegungsdrang. Die oft zitierte «Laufradsucht» gehört dabei ins Land der Ammenmärchen. Jedoch wird von erfahren Züchter empfohlen, das Laufrad nur sporadisch oder im Auslauf zur Verfügung zu stellen, da es zu Streit führen kann, wenn jede Maus „ihr Ding“ alleine macht. Ein geeignetes Laufrad bietet den Tieren wichtige Bewegung, hält sie fit und lässt sie geistig nicht verkümmern. Infolgedessen ist es eine wertvolle Ergänzung zu einer spannenden Gehegeeinrichtung. Wir empfehlen für diese kurzen Marathon-Spurts eine Laufflächengrösse von mindestens 30-33cm.
Wichtige Sicherheitsaspekte beim Laufrad:
Das Sandbad: Unverzichtbar für die Fellpflege:
Rennmäuse pflegen ihr Fell ausgiebig durch Wälzen im Sand. Ein Sandbad mit geeignetem Acapulcosand (Chinchilla-Badesand) ist deshalb für die tägliche Hygiene unverzichtbar. Da der Sand überschüssiges Fett aus dem Fell aufnimmt, bleibt dieses flauschig und gesund. Wir empfehlen die Sandbäder regelmässig auszusieben, da Rennmäuse gerne in den Sand pinkeln. Infolgedessen zieht Urin in Glas nicht ein, während Holz sehr schnell unangenehm zu riechen beginnt.
Vorsicht bei der Sandwahl und alternative Badegläser:
Bitte verwenden Sie niemals Bausand oder Spielzeugsand. Denn diese enthalten oft scharfkantige Partikel, welche den feinen Pfoten und dem Fell kleine Verletzungen zufügen können. Zusätzlich können Sie ein Badeglas mit Blüten, Korkschrot oder Maisspindelgranulat anbieten, um für Abwechslung zu sorgen. Eine grosse Auswahl an artgerechtem Zubehör finden Sie direkt bei uns im Shop. Schliesslich fördert diese Vielfalt die natürliche Neugier und das Wohlbefinden Ihrer Tiere.
Der natürliche Nagetrieb und Zahnabrieb:
Rennmäuse besitzen Zähne, die ein Leben lang kontinuierlich nachwachsen. Infolgedessen ist ein ausgiebiger Nagetrieb für diese Tiere kein Zeitvertreib, sondern eine biologische Notwendigkeit zur Zahnpflege. Zudem dient das Zernagen von harten Materialien dem lebenswichtigen Abrieb der Schneidezähne. Daher sollten Sie Ihren Schützlingen stets genügend geeignetes Nagematerial im Gehege zur Verfügung stellen.
Geeignetes Schreddermaterial aus der Natur:
Wir, sowie führende Züchterinnen wie https://www.rennmauszucht-tamsrenner.ch/ empfehlen für diesen Zweck frische oder getrocknete Zweige von ungespritzten Obstbäumen, Haselnuss oder Obstbaum. Zusätzlich eignen sich Korkröhren, Rebholz und dicke Pappe hervorragend zum Schreddern. Da Rennmäuse extrem kräftige Kiefer besitzen, verwandeln sie selbst hartes Holz innerhalb kurzer Zeit in kleine Späne. Dadurch bauen die Tiere nicht nur ihre Zähne ab, sondern erschaffen sich gleichzeitig weiches Polstermaterial für ihre unterirdischen Nester.
Beschäftigung und Stressabbau durch Nagen:
Neben der Zahnpflege erfüllt das Nagen auch eine wichtige psychische Funktion. Infolgedessen dient das Bearbeiten von Gegenständen dem Stressabbau und beugt Langeweile im Gehege vor. Obwohl Rennmäuse sehr aktiv sind, verbringen sie einen Grossteil ihrer Wachphase mit dem Zerkleinern von Halmen, Ähren und Wurzeln. Schliesslich fördert diese natürliche Beschäftigung die Vitalität und sorgt dafür, dass Ihre Tiere geistig sowie körperlich ausgelastet bleiben.
Sicherheitshinweise beim Nagematerial:
Bitte achten Sie darauf, dass keine harzende Hölzer oder behandelte Materialien verwendet werden. Denn ätherische Öle oder chemische Lacke können die empfindlichen Atemwege sowie die Verdauung der Rennmäuse schädigen. Deshalb setzen wir bei unseren Produkten in der Wiesenbackstube ausschliesslich auf naturbelassene Rohstoffe. Somit können Sie sicher sein, dass Ihr Nagetier völlig gefahrlos an seinen Leckereien und Ästen knabbern darf.
Wasserversorgung und Hygiene:
Auch wenn die kleinen Flitzer tendenziell wenig trinken, sollte dennoch stets ein kleines Wasserschälchen oder eine Trinkflasche angeboten werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Gefäss nicht zu gross ist, um ein versehentliches „Reinplumpsen“ zu verhindern. Das Wasser muss zudem immer sauber sowie frei von Einstreu oder Kot sein. Infolgedessen empfiehlt es sich, die Wasserstelle auf einer erhöhten Ebene oder einem flachen Stein zu platzieren.
Artgerechte Fütterung und Beschäftigung:
Unser Hauptfutter Wüstengold enthält alles, was eine Rennmaus für den täglichen Verzehr benötigt. Anstatt Futterschälchen zu nutzen, sollten Sie das Futter an mehreren Orten im Gehege verstreuen. Denn das Suchen und Sammeln animiert den natürlichen Instinkt der Tiere und bietet eine wichtige tägliche Beschäftigung. Zusätzlich dient diese Art der Fütterung als idealer Ausgleich für Kopf und Körper, da die Rennmäuse für ihre Mahlzeit aktiv arbeiten müssen.
Erlebnisfutter für naturnahe Momente:
Zusätzliches Erlebnisfutter wie Flachs, Maiskolben oder Buchweizen bietet den Tieren das Gefühl einer naturnahen Futtersuche. Ebenso sind kleine gebackene Leckereien oder Ähren direkt vom Feld eine wunderbare Art, den flinken Nagern beim „Ernten“ zuzuschauen. Da Rennmäuse sehr neugierig sind, fördert diese Abwechslung nicht nur die Vitalität, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Mensch und Tier.
Frischfutter und Verdauung:
Frisches Gemüse kann man etwa „fingernagelgross“ schneiden und regelmässig anbieten. Dadurch verdorrt es im trockenen Gehegeklima schneller, anstatt zu schimmeln. Wichtig ist jedoch, dass die Frischfutter-Gabe stetig und gleichmässig erfolgt, um das empfindliche Verdauungssystem an die wasserhaltige Kost zu gewöhnen. Infolgedessen sollten Sie mindestens alle zwei Tage verschiedene Gemüsesorten oder Sprossen anbieten.
Belohnungen mit Mass:
Rennmäuse neigen glücklicherweise nicht so schnell zu „Speckröllchen“ wie manche Zwerghamsterarten. Trotzdem sollte man Leckerli stets bewusst einsetzen, damit die Hauptnahrung nicht zu kurz kommt. Schliesslich hoffen wir, dass Ihr kleines Familienmitglied mit diesen Tipps lange gesund bleibt. Somit steht einer langen und glücklichen gemeinsamen Zeit in Ihrer Obhut nichts im Wege.
Frischfutter Pfänni und Näpfli hier im Shop
Noch mehr spannende Fakten über die süssen Flitzer finden Sie hier: http://www.diebrain.de/re-index.html
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